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400 Jahre Bergrettungswesen in Nesselwängle - Tannheimer Tal

Es ist kein Druckfehler, auch wenn es damals selbstverständlich keine organisierte Bergrettung gab. Nachdem bereits im Jahre 1561 Kaiser Maximilian I. in Tannheim pirschte und sich dort ein eigenes Jagdhaus errichtete, wandelte auch Erzherzog Ferdinand auf seinen Spuren und kam, als er auf einem fast unzugänglichen Felsen eine Gemse erlegte, in größte Gefahr.

Für seine Errettung aus Bergnot ehrte er seinen Revierjäger Konrad Rief und seine beiden Brüder mit einem Wappenbrief, den er ihnen am 03.10.1591 verlieh, und einem ansehnlichen"Bergmahd", das er ihnen schenkte.

Auch in den folgenden Jahren erfreute sich unsere Bergwelt zunehmender Beliebtheit. So kann der 1754 geborene Nachkomme des Konrad Rief und spätere Seelsorger Johann Rief wohl zurecht als der erste "bodenständige" Alpinist unserer Region bezeichnet werden. 1869 kam Königin Maria von Bayern als Touristin zu uns ins Tannheimertal.

  • 1880: wurde vom Deutschen und Österreichischen Alpenverein erstmals bei Bergführerkursen "Erste Hilfe" gelehrt. Die beiden Nesselwängler Bergführer Meierhofer und Ried waren dabei.
  • 1898: ... kam es schließlich zur Gründung des Alpinen Rettungsausschusses in Innsbruck und damit zur Organisation der Bergrettung.
  • 09.07.1907: Erste organisierte Bergrettung in Nesselwängle.
  • 1947: Neubeginn nach dem 2. Weltkrieg. 
  • 2007: Feiert die Bergrettung - Ortsstelle Nesselwängle Ihren 100sten Geburtstag.